Du benötigst mehr Informationen zu Zusatzfutter, Mineralstoffen und Elektrolyten? Dann schaue in unsere FAQ & Kaufberatung ↓


FAQ Zusatzfutter & Ergänzungsfuttermittel – Ratgeber & Kaufberatung

Unter dem Begriff Zusatzfutter werden unterschiedliche Ergänzungsfuttermittel zusammengefasst, die eine bestehende Futterration gezielt ergänzen können. Dazu gehören beispielsweise Mineralfutter, Vitaminpräparate, Elektrolyte oder Produkte für bestimmte Ernährungsbereiche.
Ob ein Zusatzfutter sinnvoll ist, hängt immer von der gesamten Ration, dem Grundfutter, der Haltung, der Leistung und dem individuellen Bedarf des Pferdes ab. Ein Zusatzfutter ersetzt kein geeignetes Grundfutter.
Die Begriffe beschreiben unterschiedliche Futterkomponenten: - Grundfutter: Vor allem Heu, Gras oder Heulage. Es bildet die Basis der Pferdefütterung und liefert insbesondere Raufaser.
- Ergänzungsfuttermittel: Dazu gehören beispielsweise Müsli, Pellets oder andere Futtermittel, die zusätzlich zum Grundfutter eingesetzt werden und je nach Zusammensetzung Energie, Eiweiß, Mineralstoffe oder Vitamine liefern.
- Mineralfutter: Liefert gezielt Mineralstoffe und häufig Vitamine, um die Ration zu ergänzen. Die Zusammensetzung sollte zur vorhandenen Fütterung passen.
- Spezielle Ergänzungsfuttermittel: Dazu zählen beispielsweise Elektrolyte oder Produkte mit bestimmten Vitaminen, Mineralstoffen oder anderen ernährungsbezogenen Bestandteilen. Die Begriffe werden im Handel teilweise unterschiedlich verwendet. Entscheidend ist deshalb immer die Zusammensetzung und Fütterungsempfehlung des jeweiligen Produkts.
Mineralfutter kann sinnvoll sein, wenn die vorhandene Ration den Bedarf des Pferdes an bestimmten Mineralstoffen und Vitaminen nicht ausreichend deckt.
Gerade bei Rationen, die überwiegend aus Heu oder Weidegras bestehen, kann eine gezielte Mineralstoffergänzung erforderlich sein. Ob und welches Mineralfutter benötigt wird, lässt sich jedoch nicht allein anhand des Aussehens oder der Arbeitsleistung des Pferdes beurteilen.
Wichtig: Mineralfutter sollte entsprechend der Herstellerangaben dosiert und auf die übrige Fütterung abgestimmt werden. Werden bereits mehrere Ergänzungsfuttermittel eingesetzt, sollte darauf geachtet werden, dass bestimmte Vitamine und Spurenelemente nicht unnötig mehrfach zugeführt werden.
Elektrolyte enthalten unter anderem Mineralstoffe wie Natrium, Chlorid und Kalium. Sie können insbesondere nach stärkerem Schwitzen dazu eingesetzt werden, den Verlust bestimmter Elektrolyte auszugleichen.
Der Bedarf hängt unter anderem von Schweißverlust, Arbeitsintensität, Wetter und individueller Situation des Pferdes ab.
Elektrolyte sollten nach den Angaben des jeweiligen Herstellers gefüttert werden. Gleichzeitig muss dem Pferd jederzeit ausreichend frisches Trinkwasser zur Verfügung stehen.
Nein. Ein Pferd benötigt nicht automatisch mehrere Zusatzfuttermittel.
Bei einer ausgewogenen, bedarfsgerechten Ration können zusätzliche Produkte je nach Situation überflüssig sein. Entscheidend ist nicht die Anzahl der gefütterten Ergänzungsprodukte, sondern ob tatsächlich ein entsprechender Bedarf besteht.
Bei der Auswahl sollte deshalb immer die gesamte Ration betrachtet werden.
Grundsätzlich können verschiedene Ergänzungsfuttermittel miteinander kombiniert werden. Allerdings sollte die Gesamtversorgung berücksichtigt werden.
Problematisch kann insbesondere eine unnötige Doppelversorgung mit bestimmten Vitaminen oder Spurenelementen sein. Das betrifft beispielsweise Selen, Kupfer, Zink sowie die Vitamine A und D.
Wer bereits Mineralfutter, Müsli und weitere Ergänzungsprodukte füttert, sollte deshalb die jeweiligen Zusammensetzungen und Dosierungen miteinander vergleichen.
Ja. „Natürlich“ oder „frei verkäuflich“ bedeutet nicht automatisch, dass ein Zusatzfutter beliebig hoch dosiert werden kann.
Eine übermäßige Aufnahme bestimmter Mineralstoffe und Vitamine kann gesundheitliche Probleme verursachen. Besonders bei Spurenelementen wie Selen ist eine genaue Dosierung wichtig.
Deshalb sollten hoch dosierte Einzelpräparate nicht einfach zusätzlich zu einem bereits vollständig mineralisierten Futter gegeben werden, ohne die Gesamtversorgung zu berücksichtigen.
Achten Sie insbesondere auf: - die Zusammensetzung des Produkts,
- die enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe,
- die empfohlene Tagesmenge,
- die bereits vorhandene Futterration,
- die Kombination mit anderen Ergänzungsfuttermitteln,
- den tatsächlichen Bedarf des Pferdes. Nicht jedes Produkt ist für jedes Pferd gleichermaßen geeignet. Bei speziellen Ernährungsfragen kann eine Rationsberechnung durch eine fachkundige Person sinnvoll sein.
Biotin ist ein B-Vitamin und Bestandteil verschiedener Stoffwechselprozesse. Es wird häufig in Ergänzungsfuttermitteln für Pferde eingesetzt, insbesondere im Zusammenhang mit der Hufernährung.
Ein sichtbarer Effekt ist jedoch nicht bei jedem Pferd zu erwarten. Die Qualität und das Wachstum der Hufe werden von vielen Faktoren beeinflusst, unter anderem von Fütterung, Haltung, Hufpflege und individuellen Voraussetzungen.
Biotin sollte daher nicht als allgemeines „Hufmittel“ verstanden werden, das unabhängig von der übrigen Fütterung automatisch notwendig ist.
Eine genauere Betrachtung der Ration kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn das Pferd beispielsweise: - deutlich an Gewicht verliert oder zunimmt,
- sehr hohe oder sehr niedrige Leistungen erbringt,
- über längere Zeit stark schwitzt,
- ausschließlich oder überwiegend mit bestimmten Grundfuttermitteln versorgt wird,
- mehrere Ergänzungsfuttermittel gleichzeitig erhält,
- besondere Anforderungen an die Fütterung hat. Bei gesundheitlichen Problemen oder einem konkreten Verdacht auf einen Nährstoffmangel sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden, statt eigenständig mehrere hoch dosierte Ergänzungsprodukte einzusetzen.
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Die benötigte Menge hängt vom Produkt, der Zusammensetzung und der übrigen Ration ab.
Die auf dem jeweiligen Futtermittel angegebene Fütterungsempfehlung sollte eingehalten werden. Bei Mineral- und Ergänzungsfuttermitteln ist außerdem wichtig, die Mengen anderer Futtermittel mit vergleichbaren Inhaltsstoffen zu berücksichtigen.
Kurz gesagt: So viel wie nötig – aber nicht möglichst viel. Eine bedarfsgerechte Gesamtration ist wichtiger als eine große Anzahl verschiedener Zusatzfuttermittel.