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FAQ Turnierbedarf – Ratgeber & Kaufberatung

Welche Ausrüstung benötigt wird, hängt von Disziplin, Prüfungsart, Altersklasse und den jeweils geltenden Turnierbestimmungen ab. Für einen Turniertag sollte neben der vorgeschriebenen Reitbekleidung auch an die praktische Ausstattung für Pferd, Reiter und die Versorgung vor Ort gedacht werden.
Zur Grundausstattung können gehören: Für den Reiter: - Reithelm mit der vorgeschriebenen Sicherheitsnorm
- Turnierjackett bzw. vorgeschriebene Turnierbekleidung
- Turnierreithose
- Turniershirt bzw. Turnierbluse
- Reitstiefel oder zulässige Stiefel-/Stiefelettenkombination
- Reithandschuhe
- gegebenenfalls Sicherheitsweste, insbesondere im Vielseitigkeitssport Für das Pferd: - passende Zäumung
- Sattel und geeigneter Sattelgurt
- Schabracke oder Satteldecke
- korrekt passende Gebisse entsprechend der jeweiligen Prüfung
- Halfter und Führstrick
- Putzzeug
- Hufpflegezubehör
- gegebenenfalls Bandagen, Gamaschen oder weitere erlaubte Beinschutzausrüstung Für die Organisation: - Equidenpass
- erforderliche Nennungs- und Turnierunterlagen
- Startnummern
- Wasser- und Futtereimer
- Heu bzw. geeignetes Futter
- Stall- und Pflegezubehör
Die vorgeschriebene Bekleidung richtet sich nach der jeweiligen Disziplin und Prüfungsordnung. Im klassischen Turniersport gehören häufig Reithelm, Turnierjackett, Turnierreithose, Turniershirt bzw. Turnierbluse, Reithandschuhe und Reitstiefel zur Ausstattung.
Die konkreten Anforderungen können sich unterscheiden. Deshalb sollte vor dem Turnier immer geprüft werden, welche Bekleidung für die jeweilige Prüfung vorgeschrieben oder zugelassen ist.
Auf Turnieren muss ein zugelassener Reithelm mit der jeweils geforderten Sicherheitsnorm getragen werden. Welche Normen akzeptiert werden, richtet sich nach den aktuell geltenden Bestimmungen des jeweiligen Verbandes und der jeweiligen Prüfung.
Ein Reithelm sollte außerdem korrekt sitzen, unbeschädigt sein und richtig eingestellt werden. Nach einem Sturz sollte ein Helm grundsätzlich überprüft und bei einem möglichen Aufprall ausgetauscht werden.
Für viele klassische Prüfungen werden schlichte, unauffällige Schabracken verwendet. Häufig sieht man weiße Schabracken, insbesondere im Dressursport.
Die zulässige Farbe und Gestaltung kann jedoch von Disziplin, Prüfung und Veranstalter abhängen. Eine weiße Schabracke ist daher nicht pauschal für jedes Turnier vorgeschrieben.
Wichtiger als die Farbe ist, dass die Schabracke zum Sattel passt, korrekt liegt und die Bewegungsfreiheit des Pferdes nicht beeinträchtigt.
Welche Zäumungen und Gebisse verwendet werden dürfen, hängt von der Disziplin und der jeweiligen Prüfung ab. Nicht jedes im Training verwendete Gebiss ist automatisch auf dem Turnier zugelassen.
Vor dem Start sollte deshalb anhand der aktuell geltenden Turnierbestimmungen geprüft werden, ob Zäumung, Gebiss und gegebenenfalls weitere Ausrüstung für die konkrete Prüfung zulässig sind.
Bei Turnieren werden Pferde je nach Veranstaltung und Disziplin mit Kopf- bzw. Startnummern gekennzeichnet. Die Nummer dient der eindeutigen Zuordnung des Pferdes zur Startnummer und Prüfung.
Wie und wo die Startnummer angebracht werden muss, kann von der jeweiligen Veranstaltung abhängen.
Je nach Turnier und geltenden Bestimmungen können insbesondere folgende Unterlagen relevant sein: - Equidenpass
- erforderliche Impf- bzw. Gesundheitsnachweise
- Nennungs- und Startunterlagen
- gegebenenfalls weitere vom Veranstalter verlangte Dokumente Der Equidenpass sollte vor der Abfahrt kontrolliert werden. Insbesondere der Impfstatus sollte rechtzeitig geprüft werden, da fehlende oder nicht fristgerechte Impfungen zu Problemen bei der Teilnahme führen können.
Für den Turniertag sollte das Putzzeug etwas umfangreicher zusammengestellt werden als für den normalen Stallalltag. Sinnvoll sind beispielsweise: - Kardätsche
- Striegel
- weiche Bürste
- Wurzelbürste
- Hufkratzer
- Mähnen- und Schweifbürste
- Schwämme
- Schweißmesser
- Mähnen- und Schweifpflege
- Fellpflegeprodukte
- Handtücher oder saubere Tücher Dabei sollten Pflegeprodukte nur verwendet werden, wenn sie für das Pferd und den jeweiligen Einsatzbereich geeignet sind.
Für einen längeren Turniertag sind ausreichend Wasser, Heu und gegebenenfalls das gewohnte Futter einzuplanen. Futter und Wasser sollten möglichst entsprechend der gewohnten Fütterungsroutine angeboten werden.
Zusätzlich können Eimer, Futterbehälter, Heunetze, Mistboy, Schaufel und Stallzubehör hilfreich sein, insbesondere bei längeren Aufenthalten auf dem Turniergelände.
Ob Gamaschen, Bandagen, Hufschuhe oder anderer Beinschutz erlaubt ist, hängt von Disziplin und Prüfung ab. Es gibt hierfür teilweise genaue Vorgaben zu Art, Ausführung und Verwendung.
Deshalb sollte Beinschutz nicht allein danach ausgewählt werden, was im Training verwendet wird. Vor dem Turnier sollte geprüft werden, ob die konkrete Ausrüstung in der jeweiligen Prüfung zugelassen ist.
Neben der vorgeschriebenen Turnierbekleidung ist eine kleine Ersatz- und Notfallausstattung sinnvoll. Dazu können gehören: - Ersatzhandschuhe
- Ersatzshirt
- zusätzliche Socken
- saubere Reitbekleidung
- Sicherheitsnadeln
- Haargummis
- Handtuch
- Schuh- bzw. Stiefelpflege
- Ersatzhalfter und Führstrick Bei längeren Turniertagen kann es außerdem sinnvoll sein, Ersatzkleidung für wechselnde Wetterbedingungen mitzunehmen.
Eine kurze Checkliste hilft, vergessene Ausrüstung zu vermeiden:

Pferd:
☐ Equidenpass
☐ Halfter und Führstrick
☐ Sattel und Sattelgurt
☐ Zäumung und zulässiges Gebiss
☐ Schabracke
☐ Startnummer
☐ Putzzeug
☐ Hufpflege
☐ Futter und Heu
☐ Wasser und Eimer

Reiter:
☐ Reithelm
☐ Turnierbekleidung
☐ Reitstiefel
☐ Handschuhe
☐ gegebenenfalls Sicherheitsweste
☐ Ersatzbekleidung

Wichtig: Turnierregeln können sich ändern und unterscheiden sich je nach Disziplin, Prüfung und Verband. Für die Frage, was tatsächlich erlaubt oder vorgeschrieben ist, sind deshalb immer die aktuell gültigen Bestimmungen der jeweiligen Turnierordnung maßgeblich.