FAQ Sattelunterlagen & Pads – Ratgeber & Kaufberatung

Sattelpads dienen dazu, den Druck des Sattels gleichmäßiger auf dem Pferderücken zu verteilen, Stöße abzufedern oder temporäre Passform-Ungenauigkeiten des Sattels auszugleichen. Sie werden je nach Material und Ausführung direkt auf den Pferderücken (z. B. Anti-Rutsch-Pads) oder zwischen Schabracke und Sattel platziert. Wichtig: Ein Pad kann einen unpassenden Sattel nicht dauerhaft ersetzen, sondern dient als funktionale Ergänzung.
Je nach Funktion und Material unterscheidet man: Lammfellpads: Hervorragende Druckverteilung, atmungsaktiv, feuchtigkeitsregulierend und fellschonend.
Gel- und Moosgummipads: Stoßdämpfend und rutschhemmend, sorgen für festen Halt des Sattels.
Memory Foam / Schaumstoffpads: Passen sich unter Körperwärme exakt der Rücken- und Sattelkontur an.
Korrekturpads (Shim Pads): Mit herausnehmbaren Einlagen (Shims), um Höhenunterschiede oder Muskellücken gezielt auszugleichen.
Westernpads: Deutlich dickere, eigenständige Unterlagen speziell für Westernsättel.
Ein echtes Lammfellpad entfaltet seine Vorteile (Atmungsaktivität, Stoßdämpfung und Vorbeugung von Scheuerstellen) am besten direkt auf dem Pferderücken. Wird es über die Schabracke gelegt, dient es primär der Stoßdämpfung und optischen Akzentuierung. Viele Reiter bevorzugen Schabracken mit integriertem Lammfell auf der Unterseite, um mehrere Lagen unter dem Sattel zu vermeiden.
Ein Korrekturpad eignet sich ideal bei: - Jungen Pferden im Muskelaufbau
- Pferden nach Trainingspausen oder Reha
- Asymmetrien in der Rückenmuskulatur
- Vorübergehender Überbrückung bis zum nächsten Sattlertermin Durch das gezielte Einsetzen oder Entnehmen von Keilen (vorne, mittig oder hinten) lässt sich die Balance des Sattels temporär stabilisieren, ohne die Kammerweite dauerhaft zu verändern.
Ja. Ein zu dickes Sattelpad verengt den Sattelkanal und die Kammerweite – ähnlich wie eine dicke Socke im engen Schuh. Ein zusätzliches Pad sollte nur verwendet werden, wenn der Sattel vom Sattler mit entsprechendem Spielraum für die Polsterung angepasst wurde. Der Wirbelkanal muss auch mit Pad stets frei von Druck bleiben.
Die Pflege hängt stark vom Material ab: Lammfellpads: Nach dem Reiten gut trocknen lassen und Schmutz ausbürsten. Bei Bedarf im Wollwaschgang (max. 30 °C) mit speziellem Lammfell-Waschmittel waschen. Nicht in die Sonne oder auf die Heizung legen.
Gel- und Moosgummipads: Einfach mit lauwarmem Wasser und milder Seife feucht abwischen oder abduschen.